14.12.09
Evaluation des Arbeitsprozesses zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie in NRW
Im Herbst 2009 wurde INFRASTRUKTUR & UMWELT durch das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) mit der Evaluation des Arbeitsprozesses zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie in Nordrhein-Westfalen beauftragt. Der Abschlussbericht mit Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Arbeitsstrukturen, zur Prozessoptimierung und zum Einsatz von softwarebasierten Tools wurde jetzt vorgelegt.
In den Jahren 2006 bis 2009 wurde die Europäische Wasserrahmenrichtlinie in NRW umgesetzt. Die Erarbeitung des Bewirtschaftungsplans und Maßnahmenprogramms für NRW basierte auf der Zusammenarbeit zahlreicher Akteure. Beteiligt waren Behörden, mit der Unterstützung beauftragte externe Beratungsbüros sowie relevante Institutionen wie Kommunen und Interessensgruppen bis hin zur Öffentlichkeit.
Ein solcher Planungsprozess wurde in diesem Umfang und in dieser Intensität in Nordrhein-Westfalen im Bereich der Wasserwirtschaft erstmals durchgeführt. Charakteristisch für den Prozess waren eine große Zahl von Beteiligten mit unterschiedlichen Fachkenntnissen, Aufgaben und Interessen sowie die Notwendigkeit einer sehr engen Verzahnung.
Das LANUV als dem Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes NRW (MUNLV) nachgeordnete Fachbehörde hatte vor allem die Aufgabe, die fachlichen Grundlagen zu erarbeiten und die Kartendarstellung abzuwickeln.
Mit der Evaluation wurde die Rolle des LANUV bei der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie in NRW untersucht.
Ziel der Evaluation war es
- die internen und externen Prozessabläufe zu analysieren sowie die eingesetzten Instrumente der Prozesssteuerung zu überprüfen und daraus
- Empfehlungen für eine Optimierung der Prozesse und effektive Erfolgskontrolle im Rahmen der zukünftigen Berichterstattung abzuleiten.
Basis der von INFRASTRUKTUR & UMWELT und Hydrotec, Aachen, durchgeführten Untersuchung war eine Befragung relevanter Akteure des LANUV und der Bezirksregierungen sowie eine Analyse der Projektunterlagen. Darauf aufbauend wurden die Empfehlungen entwickelt.
Die inhaltlichen Schwerpunkte der Evaluierung und der daraus abgeleiteten Empfehlungen lagen sowohl auf den internen Prozessen zwischen den Fachbereichen des LANUV als auch auf den externen Prozessen zwischen dem LANUV, den Geschäftsstellen WRRL und den Referaten des MUNLV bzw. der durch das MUNLV beauftragten externen Beratungsbüros.