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#GreenBerat - Projekt zugunsten der Roma und Ägyptischen Gemeinschaft wurde mit dem ersten Platz bei Preisverleihung des Umweltbewusstseins-Wettbewerbs in der Region Berat, Albanien, ausgezeichnet

Am Samstag, den 17. Oktober 2020, wurden die erfolgreichen Teilnehmenden des #GreenBerat Wettbewerbs in Berat ausgezeichnet. An der Veranstaltung nahmen ebenfalls die Vize-Ministerin des Ministeriums für Tourismus und Umwelt, Ornela Çuçi, Bürgermeister*Innen der Gemeinden und der stellvertretende Botschafter der Schweiz in Albanien, Patrik Meier teil.

Der Wettbewerb wurde im Rahmen des vom Schweizer Staatssekretariat für Wirtschaft SECO unterstützten Projekts ISWM Berat ausgeschrieben. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit INFRASTRUKTUR & UMWELT, im Konsortium mit SEHLHOFF, Deutschland und FLAG, Albanien durchgeführt. Ziel war es, die Bevölkerung zu integrieren und damit deren Bewusstsein für globale und vor allem lokale Fragen und Probleme der Abfallwirtschaft und der Umwelt zu schärfen. Gemäß dem gültigen COVID-19 Protokoll wurde die Zeremonie von einer Ausstellung der Produkte und Materialien, die im Rahmen des Wettbewerbs entstanden waren, und einem Empfang für alle Teilnehmenden, umrahmt.

Mehr als 30 Projekte wurden durchgeführt und eingesendet, um Preise zwischen 25.000 ALL und 300.000 ALL zu gewinnen. Viele Gruppen von Kindern aus Kindergärten, Schüler*Innen mit ihren Lehrenden, NGOs, Jugendzentren, Nachbarschaftsinitiativen und Sportvereinen führten verschiedene Aktivitäten mit dem Gesamtziel einer grüneren und gesunden Umwelt durch: Kreatives Recycling und Upcycling, Clean-up Kampagnen, Sensibilisierung und Bildung. Besonders erwähnenswert ist, dass mehr als die Hälfte der Projekte von Frauen eingereicht wurden. Anhand von Kurzbeschreibungen sowie Foto- und Videodokumentationen der durchgeführten Projekte hat ein Komitee aus Vertretern der Gemeinden der Region Berat die Projekte bewertet.

Das erstplatzierte Projekt wurde von der NGO “Shoqata Egjiptiane Ndihmë për të Varfërit” ("Ägyptische Hilfsgesellschaft für die Armen") durchgeführt. Hauptziel war die Unterstützung der Familie der ägyptischen und Roma-Gemeinschaft in Berat, die Teile ihres Lebensunterhalts mit dem Sammeln von Wertstoffen aus Mülltonnen, der Natur und der Mülldeponie unter ungesunden und gefährlichen Bedingungen, verdienen. Die Arbeitsgruppe identifizierte Familien aus der Roma- und ägyptischen Gemeinschaft, die sich beteiligen wollten, sowie Familien und Unternehmen in ihrer Nachbarschaft, die bereit waren, Wertstoffe separat zu sammeln. Die NGO organisierte Schutzausrüstung (z.B. Handschuhe) und Säcke für die Sammlung. Insgesamt wurden 450 Säcke gesammelt und von den unterstützen Familien verkauft. Damit zeigt das erstplatzierte Projekt die Einbindung und Kooperation der Müllsammelnden in ihrer Nachbarschaft, erhöhte das Recycling, betonte die sichereren Arbeitsbedingungen und erhöhte das Bewusstsein für Abfallmanagement und Recycling.